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leise und kraftvoll

Über mich

Markus Kost | Steinfürsleben

Ich bin Markus Kost aus Orpund im Kanton Bern. Seit über 20 Jahren arbeite ich mit Steinen – und noch heute fasziniert mich gewöhnliche Kieselstein immer wieder aufs Neue.

Viele Menschen laufen achtlos an Steinen vorbei. Ich sehe darin Formen, Geschichten, Ruhe, Kraft und manchmal sogar kleine Persönlichkeiten. Genau diese Begeisterung begleitet mich jeden Tag in meinem Atelier „Steinfürsleben“.

Was mich besonders berührt, ist die Verwandlung: Aus einfachen Flusssteinen entstehen Steinherzen, Türme, Figuren, Spiralen oder grosse Skulpturen für Gärten und öffentliche Plätze. Jeder Stein wurde über Jahrtausende von Wasser, Zeit und Natur geformt. Genau diese Natürlichkeit möchte ich erhalten und sichtbar machen.

Viele meiner Steine sammle ich selber in Schweizer Flüssen und Bergen. Besonders die Kieselsteine aus der Emme faszinieren mich durch ihre Formen, Farben und ihre vom Wasser geschliffene Oberfläche. Jeder Stein trägt seine eigene Geschichte in sich.

In meinem Atelier wird jeder Stein von Hand gebohrt, bearbeitet und sorgfältig kombiniert. Für viele Arbeiten habe ich spezielle Maschinen und Vorrichtungen selber entwickelt. Heute arbeite ich mit über zwanzig diamantbestückten Bohrmaschinen, die präzises und schonendes Arbeiten ermöglichen.

Nachhaltigkeit ist für mich kein Modewort, sondern selbstverständlich. Beim Bohren der Steine verwende ich ein geschlossenes Kühlwassersystem mit einem grossen Wasserfilter und Absetzbecken. Dadurch kann das Wasser immer wieder verwendet werden. Auch mein Atelier und Wohnhaus werden mit umweltfreundlicher Erdwärme beheizt.

Besonders wichtig sind mir die Menschen hinter den Kunstwerken. Viele Kunden verbinden mit meinen Arbeiten Erinnerungen, Gefühle oder besondere Momente ihres Lebens. Ein Steinherz wird oft zum Symbol für Liebe, Verbundenheit oder Erinnerung. Genau das macht meine Arbeit für mich so wertvoll.

Neben meinen Kunstwerken sind die Workshops ein wichtiger Teil meines Lebens geworden. Es begeistert mich immer wieder zu sehen, wie Menschen beim Arbeiten mit Steinen zur Ruhe kommen und plötzlich selber kreativ werden. Viele Besucher reisen dafür aus der ganzen Schweiz oder sogar aus Deutschland nach Orpund.

In meinen Workshops erleben Besucher oft etwas Besonderes. Viele kommen zu mir, um einfach einmal kreativ zu sein – und gehen mit viel mehr nach Hause als nur mit einem Kunstwerk.
 

Workshops

In meinem Atelier erleben Menschen, was Steine mit ihnen machen. Sie lassen ihrer Kreativität freien Lauf. Da wird gelacht, gestaunt und manchmal fliesst sogar eine Träne. Hier entstehen nicht nur Kunstwerke, sondern oft auch kleine Künstler.

Viele entdecken bei der Arbeit mit Steinen eine Ruhe und Freude, die im Alltag verloren gegangen ist. Genau das macht die besondere Atmosphäre von Steinfürsleben aus.
 

Mein Atelier befindet sich in einem alten Bauernhaus von etwa 1900. Rund um das Haus befindet sich eine grosse Ausstellung mit unzähligen Kunstwerken aus Stein, Stahl und Holz. Viele Besucher staunen, wie vielfältig und lebendig Steinkunst sein kann.

Meine Kunst soll nicht perfekt wirken. Sie soll lebendig sein. Natürlich. Ehrlich. Wie die Steine selbst.

Ich erschaffe Kunst, die Menschen berührt – leise und  kraftvoll.

„Steine, die vom Leben flüstern.“
 

 

Team
Hinter Steinfürsleben steht ausserdem ein kleines, eingespieltes Team.

Slavo – „die Maschine“ – unterstützt mich mit unglaublichem Einsatz, Kraft und Ausdauer. Wo andere längst müde werden, läuft Slavo oft erst richtig warm.

Kornel, mein Bruder,  ergänzt mit seiner fröhlichen Art unser Team perfekt.

Und ich selber komme ursprünglich aus der Arbeit mit Menschen. Ich war Jugendarbeiter, Fachlehrer und viele Jahre, mit meiner Frau zusammen, Leiter des sozialpädagogischen Chinderhus in Safnern. Vielleicht ist genau deshalb meine Kunst nie nur Dekoration geworden. Für mich stehen immer auch Gefühle, Begegnungen und Lebensgeschichten hinter jedem Werk.
 


Zum Erfolg von Steinfürsleben tragen viele wunderbare Menschen bei.

Meine Frau Christine kümmert sich mit viel Herzblut um Büro, Verkauf und den Kontakt mit unseren Kunden. 

Monika ist unsere Buchhalterin – ehrlich gesagt die beste Buchhalterin ever. Sie sorgt dafür, dass im Hintergrund alles zuverlässig funktioniert.

Olga setzt mit viel Geduld und Feingefühl viele unserer Steinherzen zusammen. Gerade bei den Herzen braucht es ein gutes Auge und Gefühl für Harmonie.

Unser Sohn Noah erstellt Vektorgrafiken für Lasergravuren und bringt moderne Ideen und Technik in unsere Arbeit hinein.

Daniel und Liliane sammeln fantasievolle Schwemmhölzer, die später Teil vieler einzigartiger Kunstwerke werden.
 

Steinfürsleben ist deshalb nicht nur mein Atelier. Es ist ein gemeinsames Werk von Menschen, die mit Leidenschaft, Kreativität und Herz mithelfen.
 

Biografie

Mein Name ist Markus Kost. Ich wurde am 15. Juli 1966 in Schaffhausen geboren. Steine begleiten mich seit meiner Kindheit. Ihre Formen, ihre Haptik und ihre stille Präsenz haben mich schon früh fasziniert. Sie erzählen von Zeit, von Wandel und von Beständigkeit.

Meine Lehre als Dreher (1982–1986) legte den handwerklichen Grundstein für mein heutiges Arbeiten. Sie lehrte mich Geduld, Genauigkeit und den respektvollen Umgang mit Material – Werte, die mich bis heute begleiten.

Viele Jahre stand der Mensch im Mittelpunkt meines Wirkens. Als Jugendarbeiter in Zollikon und in der Region Greifensee durfte ich junge Menschen auf ihrem Weg begleiten. Von 2002 bis 2019 leitete ich gemeinsam mit meiner Frau die sozialpädagogische Grossfamilie „Chinderhus“ in Safnern. Ich bin Vater von drei erwachsenen Kindern. Diese Zeit hat mein Verständnis von Verantwortung, Vertrauen und Gemeinschaft tief geprägt.

Parallel dazu engagierte ich mich von 2005 bis 2010 als Gemeinderat in Safnern (BE) und setzte mich für ein achtsames Miteinander ein.

Heute arbeite ich als Steinkünstler. In meinen Skulpturen und Kunstobjekten geht es um Balance, Ruhe und die Kraft der Einfachheit. Mehrere meiner Arbeiten sind im öffentlichen Raum zu finden – dort, wo sie Teil des Alltags werden und Menschen ohne Worte berühren dürfen. In meinem Atelier werde ich von drei Mitarbeitenden begleitet, mit denen ich freie Werke und Auftragsarbeiten realisiere.

In meinen Workshops lade ich Menschen ein, ihre eigene Kreativität zu entdecken und selbst Künstler zu sein. Es geht mir nicht um Perfektion, sondern um das Erleben: das Arbeiten mit den Händen, das Vertrauen in den eigenen Ausdruck und die stille Begegnung mit dem Material Stein.

Es ist spannend ...

... oft überraschend und manchmal sehr berührend, was unsere Hände mit der Natur und die Natur mit uns macht.

Irgendwie beginnen die Bäume, die Steine und das Wasser zu leben und zu erzählen.

Wir müssen nur hören, nicht suchen, sondern finden.

So begegnest du der Schönheit in allen Dingen und in dir selbst.

Dieser leise Dialog mit der Natur schärft die Sinne und schenkt einen neuen Blickwinkel auf das, was wichtig ist im Leben.

Markus Kost, Brüggstrasse 26, 2552 Orpund (Bern, Schweiz)


 

Zeitung: BIEL BIENNE 23. September 2023

Bild der Woche von Joel Schweizer

ZEDER- Das Berner «Zeichen der Erinnerung» steht für die Zeit der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981

«Jeder Mensch ist ein Mensch» - ein Kunstwerk zur Erinnerung

Der Gemeinderat von Münchenbuchsee gab Markus Kost aus Orpund den Auftrag, ein Kunstwerk zu schaffen, das an diese Zeit erinnert. Als Pflegevater von 14 Pflegekindern und 3 eigenen Kindern und ehemaliger Leiter des Kinderhauses Safnern freute er sich sehr über diesen Auftrag. Der Künstler erarbeitete in seinem Atelier „Stein fürs Leben“ sechs Natursteinfiguren, die in Beziehung zueinander stehen. «Jeder Stein hat seine eigene Geschichte, so wie wir Menschen auch», sagt Markus Kost. Aufgrund seiner Erfahrungen mit den Pflegekindern, kann er sich sehr gut in das Kunstwerk hineinversetzen und erschuf mit den Steinfiguren etwas sehr Spezielles, das nicht nur erinnert, sondern auch in unsere heutige Zeit von Mobbing und Ausgrenzung passt. Seine Überlegungen zum Kunstwerk sind eindrücklich. Jeden Stein zu jeder Figur hat er speziell ausgewählt. So hat zum Beispiel die kleine, aus der Gesellschaft ausgestossene Figur einen feinen Kopf. «Legt man die Hand darauf, erzählt er uns seine Geschichte über das Unrecht, die Einsamkeit, die Trauer und den Schmerz», erklärt der Künstler. Die Figurengruppe auf der anderen Seite steht für die Gesellschaft, die die Figur, die allein gegenüber steht, ausgrenzt. Doch diese Täter sind keine bösen Menschen, sie haben so gehandelt, weil sie es nicht besser wussten. Neben der kleinen Figur, steht eine weitere grössere Figur, die Hoffnung. Sie sorgt dafür, dass künftig so etwas nicht mehr passiert. Im Zentrum steht ein Weg, der verbindet und aufzeigt, dass jeder Mensch ein Mensch ist und jeder Mensch den gleichen Wert, Schutz und Würde verdient. Das Kunstwerk von Markus Kost steht im Kirchgarten von Münchenbuchsee.

Text und Fotos: Karin Balmer

Zeitung: Fraubrunner Anzeiger, 23. Juni 2023

Stein auf Stein

Seit 15 Jahren fertigt Markus Kost in seinem Atelier in Orpund in der Nähe von Biel eigene Kreationen aus Steinen, die er in der Natur findet.

 

"Ich mag Dinge, die Geschichten erzählen", verrät er.

 

Jeder seiner Steintürme ist ein Unikat, geprägt von Wind und Wasser und in einem schöpferischen Prozess entstanden. Die Türme haben einen flachen Steinsockel als Bodenplatte, in die ein rostfreier Eisenstab eingeleimt ist. Mit seinen Werken will der Steinkünstler Balance, Ausgeglichenheit, Harmonie und Beständigkeit ausdrücken. Die Steine fädelt er je nach Belieben auf, sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Besondere Schmuckstücke sind die Stelen bei Regen, dann kommen die individuellen Farben der Steine besonders gut zur Geltung. Gefragt nach dem passenden Standort für seine Objekte, meint Markus Kost: "Steintürme finden mit ihren Besitzern zusammen ihren Platz im Garten."

 

Steintürme und Stelen werden per Post nach Hause geliefert oder können im Steinatelier in Orpund selber hergestellt werden.

 

www.steinfuersleben.ch

 

Artikel in Schweizer Garten, Nr. 2/2020, 
Im grünen Bereich, Gartenstelen und Rankhilfen, Text von Caroline Zollinger

Bieler Tagblatt

20.5.2020